Die Zelterplakette

Anläßlich seines 100-jährigen Bestehens wurde dem MGV "Concordia" 1896 Gunzenbach e.V. die Zelter-Plakette verliehen. Aus der Hand des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus, Hans Zehetmayer, konnte der 1. Vorsitzende Armin Kampfmann am 28. April 1996 in Ingolstadt diese hohe Auszeichnung entgegennehmen.

Im Jahre 1956 vom damaligen Bundespräsidenten Prof. Dr. Theodor Heuss gestiftet, ehrt sie Chöre, die sich besondere Verdienste um die Pflege des Chorgesanges und des Volksliedes erworben haben. Die "Concordia" erfüllt alle Bedingungen - unter anderem eine nachweisbare 100-jährige Vereinsgeschichte -, die für die Verleihung notwendig sind.

Die Plakette geht auf den gelernten Maurermeister und Musiker Karl-Friedrich Zelter (1759 - 1832) zurück, der 1791 in die Berliner Singakademie seines Lehrers Herr Falsch eintrat. 1800 übernahm er deren Leitung, gründete 1809 die erste "Liedertafel" in Berlin und wurde im gleichen Jahr Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Zwei Jahre darauf übernahm er eine Professur an der dortigen Universität.

Als Komponist schuf er geistliche Gesänge, Kantaten, Opernszenen Sinfonien und Konzerte. Zu seinen Schülern zählten u.a. Felix Mendelssohn-Bartholdy, Otto Nicolai und Carl Loewe. Seit 1795 stand er in Kontakt mit Goethe, dessen Lieder und Balladen er vorzugsweise vertonte.

Mit der Stiftung der Zelter-Plakette wurde Karl Friedrich Zelter posthum seine verdiente Ehrung zuteil.
Zelterplakette
 
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